WM Stadt Kaiserslautern



Kaiserslautern

Kaiserslautern, die Barbarossastadt ist eine Industrie- und Universitätsstadt am Nördlichen Rand des Pfälzerwaldes im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen Landkreises Kaiserslautern. Bekannt ist Kaiserslautern unter anderem durch seinen Fußballclub
1.FC Kaiserslautern.

Kaiserslautern hat etwa 100.000 Einwohner und steht damit zusammen mit Trier nach Mainz, Ludwigshafen am Rhein und Koblenz an vierter beziehungsweise fünfter Stelle unter den Großstädten des Landes. Die Einwohnerzahl der Stadt Kaiserslautern überschritt 1969 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Heute schwankt die Einwohnerzahl um die 100.000er Marke. Hinzu kommen noch knapp 48.000 US-Amerikaner (Soldaten, ehemalige Soldaten, amerikanische Zivilangestellte und ihre Familienangehörigen), die in Kaiserslautern und am Luftwaffenstützpunkt Ramstein Dienst tun und in Stadt und Landkreis wohnen.

Geografische Lage:   49°27' n. Br.
Höhe:   245m m über NN
Fläche:   139,72 km²
Einwohner:   99.469 (2005)
Bevölkerungsdichte:   712 Einwohner ja km²


Der Raum um Kaiserslautern ist seit der Jungsteinzeit (Bandkeramikzeit,
6./5. Jahrtausend v. Chr.) besiedelt, auch römische Besiedlung ist nachweisbar. Um 830 wurde die "villa Luthra" im Lorscher Reichsurbar erstmals urkundlich erwähnt. Nach 1152 ließ Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, hier eine Pfalz errichten. 1276 verlieh König Rudolf von Habsburg dem Ort Lautern die Stadtrechte. 1375 wurde die jetzt auch "Kaiserslautern" genannte Stadt an die Kurzpfalz verpfändet und damit kurpfälzische Oberamtsstadt. Nach 1571 ließ Johann Casimir, der "Jäger aus Kurpfalz", neben der Barbarossaburg ein Schloss bauen. Im Dreißigjährigen Krieg{} wurde die Stadt mehrfach blutig besetzt. 1688 wurde die Stadt im Pfälzischen Erbfolgekrieg und danach im Spanischen Erbfolgekrieg 1703 erneut durch die Franzosen besetzt, Schloss und Burg wurden gesprengt.

Nach den Napoleonischen Kriegen wurde Kaiserslautern 1801 französisch und Sitz einer Unterpräfektur. Nach den Befreiungskriegen wurden 1816 die Pfalz und damit auch Kaiserslautern bayerisch. In der Revolution von 1849 residierte in der Fruchthalle eine "Provisorische Regierung", die die Unabhängigkeit der Pfalz von Bayern proklamierte.

Nach 1850 entwickelte sich Kaiserslautern zu einer Industriestadt (1857: Gründung der Kammgarnspinnerei, 1862 Gründung der Nähmaschinenfabrik Pfaff) und entwickelte sich zum bedeutendsten Industriestandort der Pfalz.

Nach dem Ersten Weltkrieg stand die Stadt unter französischer Verwaltung (bis 1930), wogegen sich 1923/24 Separatistenunruhen erhoben.

Im März 1933 begann die nationalsozialistische Zeit in Kaiserslautern. Im August 1938 wird die Synagoge abgerissen. Im Zweiten Weltkrieg kommt es ab 1940 immer wieder zu Luftangriffen, die Bevölkerung wurde mehrmals evakuiert. Bei mehreren Großangriffen 1944/45 wird die Stadt weitgehend zerstört. Am 20. März 1945 wird die Stadt durch die Amerikaner eingenommen, was den Krieg für Kaiserslautern beendete.

Die Nachkriegszeit ist durch verkehrsgerechten Wiederaufbau der Stadt und Zuzug Tausender Vertriebener gekennzeichnet. Zugleich wird der Raum Kaiserslautern ("Bastion Pfalz") zur größten US-amerikanischen Garnison außerhalb der USA. Durch die Eingemeindung umliegender Ortschaften wird Kaiserslautern 1969 zur Großstadt, 1970 wird die Universität gegründet. Die zunächst wiederaufblühende Industrie (1966: Ansiedlung von Opel) ist jedoch durch die militärische Nutzung großer Flächen in ihren Entwicklungsmöglichkeiten gehemmt, seit den 1970er-Jahren kommt die Industrie in die Krise (1981: Konkurs der Kammgarnspinnerei, Entlassungen bei Pfaff, Opel usw.). Weitere Probleme entstehen durch die Verkleinerung der amerikanischen und den Abzug der französischen Garnison. Heute sieht sich Kaiserslautern, unterstützt durch Konversionsprojekte des Landes, auf dem Weg zu einer "Wissenschafts- und IT-Stadt". Ein erfolgreiches Projekt in diesem Zusammenhang ist die Einrichtung des sog. PRE-Parks.

Der Name der Stadt lautete ursprünglich "Lutra" nach dem Flüsschen, das durch Kaiserslautern floss. Heute wird die Lauter unterirdisch durch die Stadt geführt. Im Jahre 1322 ist in einer Urkunde erstmals der Name 'Kayserslûtern' bezeugt. Die Hinzufügung des Wortes Kaiser bezieht sich wahrscheinlich auf das Wirken Kaiser Friedrichs I. Barbarossa, der hier ab 1152 die Kaiserpfalz erbauen ließ und sich bis zum Jahre 1186 fünfmal darin aufhielt, um Römerzüge vorzubereiten.

Das Wappen der Stadt Kaiserslautern zeigt in Rot einen silbernen Pfahl, belegt mit einem steigenden blauen Fisch (Hecht). Die Stadtfarben sind Rot-Weiß. Der Pfahl ist bereits seit 1266 belegt und stellt den Bach Lauter dar, welche der Stadt den Namen gab. Ab 1373 ist der Fisch als Wappenfigur belegt. Die Form beider Symbole sowie die Wappenfarben wechselten im Laufe der Geschichte mehrmals. Doch sind die Stadtfarben Rot und Weiß seit 1545 nachweisbar. In seiner heutigen Form wurde das Wappen am 3. August 1842 von König Ludwig I. von Bayern genehmigt. In früheren Jahrhunderten enthielt das Siegel auch noch andere Symbole, zum Beispiel eine Zinnenmauer mit als Kirchtürmen gedeuteten Gebäuden

Quelle: Wikipedia